Modellbahnclub Orlabahn e.V.

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Bau einer Lokeinsatzstelle in H0


Teil 1: Allgemeines / Unterbau / Drehscheibeneinbau / Gleisverlegung
(Autor: Frank Schein)

Für meine geplante Modellbahnanlage steht mir ein Zimmer mit 4,27 m Länge und 3,70 m in der Breite zur Verfügung. Da bietet sich natürlich der Bau an der Wand entlang an. Auf der Suche nach einem entsprechenden Gleisplan bin ich im Modelleisenbahner 12/1981 fündig geworden. Hier ist eine Anlage von J.Schock aus Brandenburg beschrieben. Diese entspricht meinen Vorstellungen und soll mir als Leitfaden dienen. Die Lokeinsatzstelle, bestehend aus Drehscheibe mit 3-ständigem Ringlokschuppen, ist zur Raummitte hin platziert, so habe ich mich entschieden, hierfür eine eigene Platte anzufertigen und da ich ein Faibel für Bahnbe-triebswerke und Lokbehandlungsanlagen habe, auch mit dieser zu beginnen.

Die Anlage wird zeitlich gesehen den Betrieb bei der DR im Übergang von der Epoche III zur Epoche IV darstellen, also Ende der 60 ziger, Anfang der 70 ziger Jahre. Eingesetzt werden Dampf- und Dieselloks, eine Elektrifizierung ist nicht vorgesehen. Die Gebäude sollen dem preußischen Bahnhofsbaustil entsprechen. Vorlage zum „Abgucken“ für die geplante Lokein-satzstelle bildeten die in meiner unmittelbaren Umgebung befindlichen ehemaligen Dienst-stellen in Göschwitz, Triptis und Lobenstein.


Als Anlagenplatte habe ich mir aus dem Baumarkt eine 13 mm starke Multiplexplatte mit den Abmessungen 122 x 83,5 cm besorgt, sowie einen 10 cm starken Rahmen aus dem gleichen Material zurechtsägen lassen. Der Unterbau besitzt eine Längs- und zwei Querstreben. Beim Bau des Rahmens sollte man schon genau wissen, wo später einmal die Drehscheibe einge-setzt werden soll, da sonst garantiert eine Verstrebung im Wege ist.

Ich habe mich für den Bau eines fünfständigen Ringlokschuppens mit einem Werkstattanbau entschieden, wobei die drei mittleren Stände verlängert sind. Als Bausatz verwende ich das Ottberger Kibri-Modell. Für geringe Platzverhältnisse bietet das Modell zwei Vorteile: - 15° Teilung, der Schuppen steht somit nah an der Drehscheibe, - es sind kurze und lange Schuppenstände möglich. Mittlerweile ist der Bausatz  recht preiswert, somit kann man ohne schlechtes Gewissen ruhig einen zusätzlichen Bausatz für einen Werkstattanbau „fleddern“. Da ich im Ringlokschuppen auch die Untersuchungsgruben darstellen will, habe ich das zusammengebaute Grundgerüst des Lokschuppens bereits zur Auslegung der Gleise benötigt.

Angefangen habe ich mit dem Aussägen der Öffnung für die Drehscheibe. Da ich auch Schlepptenderloks drehen möchte, jedoch kein Groß-BW darstelle, fand das Modell der 22 m Drehscheibe von ROCO Verwendung.

Zum Auflegen und Ausrichten der Gleise sollte man die Drehscheibe unbedingt in ihrer Lage von Anfang an genau fixieren. Hier habe ich auch mein Lehrgeld zahlen müssen. Schließlich wurde die Grube mit drei jeweils im 120°-Abstand auseinander liegenden Schrauben fixiert.

Anschließend wurden die Gleise ausgelegt und mit der Stellprobe des Lokschuppenrohbaus sowie des Kohlekrans die Lage der einzelnen Untersuchungsgruben sowie des Ausschlack-kanals festgelegt. Diese konnte ich nun mit einer Stichsäge genau herausarbeiten. Im An-schluß erfolgte der Unterbau des Plattenrahmens.

Nach dessen Fertigstellung konnte nun der Einbau der Drehscheibe und das Verlegen der Gleise beginnen. Verwendung fand bei mir das Tillig-Elite-Gleissystem mit einer Profilhöhe von 2,1 mm, die Untersuchungsgruben stammen von Auhagen. Die Gleise sind auf einer       5 mm starken Korkbettung verlegt. Als Gleisschotter verwendete ich ein Gemisch aus ver-schiedenen Materialien (brauner Auhagen-Gleisschotter für TT, Polak-Steinschotter für TT und schwarzem Quarzsand der Fa. Busch). Hierbei ist zu beachten, dass die Farbgebung nicht wasserlöslich ist.

Lokeinsatzstelle01.jpg
Abbildung 1: Auslegung der Rahmenkonstruktion unter Berücksichtigung der Drehscheibengrube

Lokeinsatzstelle02.jpg
Abbildung 2: Auslegen der Gleise im Bereich der Behandlungsanlagen und der Kohlebansen

Lokeinsatzstelle03.jpg
Abbildung 3: Platte mit ausgesägter Drehscheibe-,  Untersuchungs- und Ausschlackgrube

Lokeinsatzstelle04.jpg
Abbildung 4: Rohbau Bekohlungskran (Anlehnung an Beitrag om Modellbahn-Kurier Nr. 14)

Lokeinsatzstelle05.jpg
Abbildung 5: Werkstattanbau mit Schmiede

Lokeinsatzstelle06.jpg
Abbildung 6: Werkstattbereich mit Kran und Verladestelle für Ersatzteile und Schmierstoffe

Lokeinsatzstelle07.jpg
Abbildung 7: Draufsicht Lokschuppenrohbau; Links an der Schuppenwand die Besandungsanlage

Lokeinsatzstelle08.jpg
Abbildung 8: Draufsicht nach dem Einschottern; Entkuppler sind bereits montiert; die Gebäude (Lokschuppen und Werkstattanbau) werden auf abnehmbaren Grundplatten errichtet

Modellbahnclub Orlabahn e.V. 01.01.2009, 11.25

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Kommentare zu diesem Beitrag

2. von Fritsche, Ulrich

Sehr geehrter Herr Schein,
ich würde gern mit Ihnen Kontakt aufnehmen, da ich das gleiche Thema
angehen möchte. Mein Heimat-BW sollte
4,5mx1,5m im Grundriss werden. Welche
Erfahrungen haben Sie mit der Geräuschdämmung gesammelt. Beim aufkleben von Kork, auf die Grundplatte,
und auf den Kork die Gleise geklebt mit einem dauerelastischen Kleber. Ich wollte die Geräuschdämmumg mittels aufgeklebter Mössmer-Schaumstoff-Gleisbettung realisieren. Wie denken Sie darüber?

Mit freundlichen Grüßen

U. Fritsche



vom 19.01.2010, 13.06
1. von heinzgerdbaumann@t-online.de

:)

vom 22.01.2009, 08.56

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Saho
Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchten wir Sie auf das Modultreffen (H0) 8 Norddeutscher Modellbauvereine in unserem Hause aufmerksam machen. Diese bauen am 15. + 16.Oktober 2011 über 150 Module mit einer Schienenlänge von ca. 1000 Metern in der Veranstaltungshalle unseres Hauses zu einer Großanlage auf. Sollten Sie mit Ihren Mitgliedern diese Ereignis besuchen (ab 20 Personen) fragen Sie uns bitte nach den ermäßigten Gruppentarifen.
Mit freundlichen Grüßen
Sammler- und Hobbywelt
21.9.2011-13:40
Hello
Klasse Arbeit der Ziehmestalbrücke !!!

Baut doch noch ein TRANSRAPID durchs Orlatal... ;)

Viel Erfolg in der Shedhalle... :ok:
4.10.2010-11:33
A l f k i
Vom Ob.Bhf.PN war doch auch mal eine Verbindung nach Ranis gedacht, oder ? !
3.2.2010-22:03
INGE
Bezgl. d. Bau's der Haltestelle 'Schweinitz' - hat sich da schon eine Initiative gegründet ??
25.11.2009-19:40
Der Üüde
Wo ist der Kaffee-Automat am Unt.Bhf. ??? :D
12.8.2009-22:07