Modellbahnclub Orlabahn e.V.

MEC "Orlabahn" e.V. Pößneck

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Ausgewählter Beitrag

Ein Trip nach Hamburg

Schon viermal habe ich das Miniatur-Wunderland in Hamburg besucht. Das letzte Mal vor 3 Jahren kurz nach der Eröffnung des Flughafens "Knuffingen". Es war also höchste Zeit, wieder einmal in den Norden zu fahren.



Standesgemäß haben wir für die Anreise die DB AG genutzt oder besser auch, denn die erste Etappe erfolgte mit der Erfurter Bahn. Wir als typische Kleinstädter nutzen für die Anreise gern die Bahn, denn mit einer Reisezeit von etwas mehr als 5 Stunden muss man nicht unbedingt mit dem Auto fahren.



Zumal wir durch die Preispolitik der Bahn für 95,-EUR die Hin- und Rückfahrt für zwei Reisende gebucht hatten.

Nun, Ende Oktober startete der Trip und alle Anschlüsse wurden erreicht, so dass wir pünktlich in Hamburg ankamen. Die reservierte Ferienwohnung war schnell gefunden und so starteten wir gleich den ersten sonnigen Spaziergang an der Außenalster entlang. Das Wetter hat uns dann auch die ganze Woche mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen verwöhnt. Am Dienstag begannen wir dann die Woche mit dem Besuch im MIWULA. Meine Liebste ist zum Glück genauso verrückt nach den Modellbahnszenen im Wunderland, sodass wir es bis zur Schließung um 21 Uhr dort ausgehalten haben. Immer wieder ein Erlebnis ist es für uns, die vielen kleinen Szenen zu entdecken.







Ich bin ehrlich. Die Züge fahren für uns eher am Rande.



Obwohl seit unserem letzten Besuch nur drei Jahre vergangen sind, finden wir immer neue Blickwinkel, neue Figuren oder neugestaltete bewegte Szenen.





Wir haben wieder alle Anlagenteile ausgiebig betrachtet, viele Knopfdruckaktionen ausprobiert und oft über den Einfallsreichtum der Macher geschmunzelt.





Knuffingen ist für mich als Faller-Car-Spezialist unseres Clubs immer wieder sehr interessant. Hier ist inzwischen eine Präzision und Fahrsicherheit erreicht, die mich einfach zum Staunen bringt. Wir haben in mehr als 11 Stunden Besuchszeit kein einziges verunglücktes Auto gesehen. Wer selbst mit Faller-Car arbeitet, weiß, was das bedeutet. Ständig werden neue Fahrzeuge ins Rennen geschickt, aber auch die Autos aus den Anfangsjahren sind teilweise immer noch im Einsatz. Der Milka Truck zum Beispiel (der erste LKW im MIWULA) hat im Augenblick fast 16000 Kilometer auf dem Tacho und dreht zuverlässig seine Runden in Knuffingen! Die Straßen glänzen auf den Fahrspuren wie poliert. Aber das macht nichts.

Nicht nur die Stadt Knuffingen ist sehenswert, auch die anderen Landschaftsteile aus dem ersten Bauabschnitt gefallen mir sehr gut. Im Mittelgebirge sind vor allem die verschlungenen Strecken mit den vielen Brücken, Tunnels und Wendeln sehenswert. Etwas ganz besonderes ist der Übergang nach Österreich in Deckenhöhe mit der sich anschließenden großen Wendel, die man durch ein Fenster in der Wand genau betrachten kann. Die vielen Seilbahnen und Sessellifte funktionieren nach einigen erforderlichen Umbauten der Wunderländer Techniker inzwischen fast störungsfrei.



Interessant im Abschnitt Österreich ist, dass man immer noch den Zeitdruck bei der Gestaltung bemerkt. Ich kann mich erinnern, dass die letzten Felsen noch in der Nacht vor der Eröffnung im August 2001 geritzt wurden. Die Begrünung ist inzwischen neu gemacht worden und hat den Abschnitt sehr aufgewertet. Im Hamburg-Abschnitt wurde inzwischen auch sehr viel neu und umgebaut. Die Hafencity mit der Elbphilharmonie und den umliegenden Bürogebäude hat den Fertigstellungswettbewerb mit dem Vorbild jedenfalls haushoch gewonnen. Dort stehen nämlich noch immer die Baugerüste und das wird wahrscheinlich noch eine Weile so bleiben.



So sieht das Vorbild momentan aus.



Im Modell kann man aber schon einen Blick in das imposante Bauwerk riskieren. Auf Knopfdruck öffnet sich das Gebäude und der Besucher sieht die Bühne mit dem musizierenden Orchester.



In den vielen Büros sind unendlich viele Szenen zu entdecken, die die Detailverliebtheit der Modellbauer zeigen.



Sei es der aus Frust durch den Raum segelnde Computer, eine feuchtfröhliche Party, ein Schauspiel Casting oder, oder, oder.







Im ebenfalls sehenswerten Skandinavien-Abschnitt fahren große Schiffe und selbst ein Exemplar aus der AIDA-Flotte kann betrachtet werden.



An der automatischen Schiffsteuerung bauen die Modellbauer seit vielen Jahren, aber es ist noch nicht gelungen, die Funktionsfähigkeit herzustellen. Die Schiffe werden momentan noch über Fernsteuerungen per Hand gefahren.

Bei unserem Rundgang sind wir jetzt am Flughafen Knuffingen, der dem Hamburger stark ähnelt, angelangt. Ein modellbauerisches und technisches Meisterwerk, das man einfach gesehen haben muss.





Die Flugzeuge starten und landen mit Originalton, Original-Flugkurve und auch der gesamte Ablauf von Start und Landung sind vorbildgerecht dargestellt. Selbst die Passagierübergänge finden den Weg an die Flugzeugtüren, vollautomatisch! Die Befeuerung der Landebahnen erfolgt mit LEDs und die Flugzeuge werden ebenfalls mit Hilfe von LEDs an ihren Platz geleitet. Natürlich gibt es auch regen Autofahrverkehr am Flughafen. Alle nur denkbaren Fahrzeuge sind nachgebaut worden. Im Gegensatz zum Ort Knuffingen hier fast ausschließlich im kompletten Selbstbau. Im Umfeld des Flughafens haben die Modellbauer noch viele weitere sehenswerte Szenen gestaltet. Ganz besonders die Baumfällaktion in einem der Gärten hat es den Besuchern angetan. Lustig und überraschend!



In einem anderen Garten fährt eine Gartenbahn und nebenan wird eine riesige Party gefeiert.





Im weiteren Verlauf unseres Besuches sind wir anschließend in der Schweiz "gelandet". Fast sechs Meter hohe Berge sind im Modellbau schon wirklich etwas außergewöhnlich.



Die Leistung der Triebfahrzeuge ist beeindruckend bei diesen Höhenunterschieden.



Mir gefallen in diesem Bereich besonders die Felsen, die mit viel Detailreichtum gestaltet worden sind.



Wie im gesamten Wunderland fallen auch hier ganz viele kleine Szenen auf, die mit vom Einfallsreichtum der Erbauer zeugen. Am Rande der Alpen findet aber auch das größte Event im Wunderland statt - Das Konzert von DJ Bobo mit über 20000 Besuchern. Bei Nacht einfach toll.



Gleich von der Schweiz aus geht es nach Italien. Dieser Abschnitt ist aber noch im Bau und kann vorerst nur durch Fenster betrachtet werden. Was man als Besucher aber dort schon zu sehen bekommt, ist absolut vielversprechend. Felsen in bis dato nicht gekannter Modelltreue, Blicke durch Schluchten und Brücken auf weit im Hintergrund liegende Landschaftsteile und traumhaft gestaltete Gebäude. Da es inzwischen auch bereits auf 21 Uhr zu ging, steht für uns fest: Wir müssen wohl nochmal wiederkommen! Infiziert vom MIWULA-Virus und verliebt in die ganze Stadt Hamburg ist das aber auch kein Wunder.

Natürlich waren wir nicht nur eisenbahntechnisch unterwegs. Ein Besuch beim "König der Löwen" im Theater am gegenüber liegenden Elbufer stand neben ausgedehnten Spaziergängen am Elbufer bis nach Blankenese ebenfalls auf unserem Programm.



Trotzdem am Donnerstag gab es nochmal einen Modellbahntag, naja, eigentlich nur eine Stunde, aber diese sollte man sich im Museum für Hamburgische Geschichte schon nehmen, um sich die dortige Spur 1-Anlage anzuschauen. Der Modelleisenbahn Hamburg e.V. betreibt diese Anlage seit 1949 und es macht viel Freude, die richtig großen Fahrzeuge in einer vorbildgerechten Umgebung zu betrachten.





Die Züge werden durch die Modellbahnfreunde außerordentlich fachgerecht angekündigt und kommentiert. So erfährt der Besucher viel über die gezeigten Züge, das woher, und wohin sowie viel Wissenswertes über die Triebfahrzeuge.





Jedenfalls ist es eine wunderschöne Anlage, die auch landschaftlich überzeugt. Das kann man ja wirklich nicht von jeder Spur 1-Anlage sagen.



Noch eine Erfahrung eines Hamburg-Besuches: Nutzt die öffentlichen Verkehrsmittel! Für eine Woche kann man das Ticket für etwas mehr als 26,- EUR erhalten und kann mit Bus, S -und U-Bahn sowie ganz toll auch mit den Hafenfähren ganz Hamburg erkunden. Da spart man fast die Hafenrundfahrt, denn man kann viel sehen, wenn man aufmerksam schaut. Wir hatten bei einem unserer Besuche sogar das Glück, einen besonders freundlichen Kapitän zu haben, der den Passagieren einige Erklärungen zu den zu sehenden Schiffen und Hafenanlagen gab. Freundliche und hilfsbereite Hamburger gibt es eh sehr viele und so ist diese Stadt wirklich immer eine Reise wert. Zum Abschluss noch ein Foto vom Hamburger Hauptbahnhof.



© Klaus Regu
.

Modellbahnclub Orlabahn e.V. 14.10.2015, 22.07

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Jörg
Hallo Modellbahner,

2016 waren wir zusammen in Döbeln zur Modellbahnausstellung.
Mit einem Kollegen von Euch hab ich mich nett unterhalten.
Könnte dieser mich mal kontaktieren?
Er ist auf swm zweiten Foto von der Jahresversammlung 2016 ganz rechts mit Brille zu sehen.
Meine Telefonnummer hat er. Ich Seine leider nicht.
Grüße aus Döbeln :D
10.4.2017-14:45
Peter Simon
Hallo Freunde, es war wieder klasse bei Euch. Danke für die Ausstellung ein Münchberger MEC01ler
30.10.2016-16:50
Oliver Pücher
Hallo! Ich bin morgen wieder einmal in Neustadt, wann kann man bei Ihnen denn mal vorbeikommen, oder geht das nur an öffentlichen Fahrtagen?, bin so ein bis dreimal im Jahr in Neustadt/Pößneck. Danke und grüße
Oliver Pücher
Themagicfriend@web.de :) :ok:
6.4.2015-12:38
TT
Eure Ausstellung war der HAMMER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :) :) :) :)
7.11.2014-15:20
TT
Das mit den Diorama-Teilen ist eine coole Sache ! :) ;) :cool: :ok:
17.9.2014-20:20
TT
Eure Ausstellungen sind der Hammer !!! Macht weiter so !!! Ihr seid einfach nur spitze !!! :ok:
10.4.2014-16:46
TT
:) :) :) :)
31.1.2014-17:01
H0
Eure Ausstellungen sind immer :ok: vom feinsten :ok: :cool: :ok:
31.1.2014-16:59
Hello
Klasse Arbeit die Ziehmestalbrücke !!!

Baut doch noch ein TRANSRAPID durchs Orlatal... ;)

Viel Erfolg in der Shedhalle... :ok:
4.10.2010-11:33
INGE
Bezgl. d. Bau's der Haltestelle 'Schweinitz' - hat sich da schon eine Initiative gegründet ??
25.11.2009-19:40